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Gut besucht – rund 40 Architekten, Energieberater und Verarbeiter kamen zum Fachtechnischen Tag Berliner Dach, den GUTEX mit weiteren Spezialisten aus Holzhandel und Bautechnik initiiert hatte. Foto: GUTEX

Berliner Dach – Kombination aus diffusionsoffen gedämmtem Steildach mit Ziegeldeckung und Flachdach als „Warmdachkonstruktion“. Grafik: GUTEX

Berliner Dach an der Soldiner Straße schont die Umwelt und bietet Wohnkomfort und höchste Sicherheit. Grafik und Foto: GUTEX

23.04.2018

Bauphysikalisch und handwerklich anspruchsvoll:

Fachtechnischer Tag zeigt praxistaugliche Systemlösungen für das „Berliner Dach“

 

Waldshut-Tiengen, April 2018. Welche Perspektiven und Herausforderungen stellt die Bauform Berliner Dach? Was muss bei seiner ökologischen Sanierung hinsichtlich Bauphysik, Schallschutz und Energieeinsparung beachtet werden? Welche Lösungen sind funktional und normkonform? Diesen Fragen ging der Fachtechnische Tag Berliner Dach am 11. April 2018 nach, initiiert von GUTEX und weiteren Spezialisten aus Holzhandel und Bautechnik. Fazit des ganztägigen Seminars mit gut 40 Teilnehmern in Berlin: Für ein brandschutztechnisch und bauphysikalisch sicheres Dachsystem, das zeitgemäßen ökologischen Standards entspricht und trotzdem praxistauglich sowie finanzierbar ist, müssen die positiven Materialeigenschaften verschiedener Dämmprodukte in einer neuen Systemlösung kombiniert werden. Entscheidend für den Erfolg ist der offene Dialog und die Bereitschaft, dem Kunden eine angemessene Lösung zu bieten – Kern der GUTEX Unternehmenswerte und Thema des Schlussreferats, das einen Blick über den Tellerrand auf die Unternehmensethik warf.

 

Mit seiner kombinierten Bauform ist das Berliner Dach prägend für den Baubestand an Wohngebäuden aus der Gründerzeit – insbesondere im Großraum Berlin, aber auch in anderen deutschen Städten, wie z. B. Hamburg und München. Als eine besondere Form des Pultdaches, das von der Straße und vom Hof durch verschiedene Steilabschrägung als Satteldach wahrgenommen wird, dazwischen aber als flach geneigtes Dach ausgebildet ist, stellt das Berliner Dach die Wohnungswirtschaft, Planer und Handwerker vor eine Vielzahl anspruchsvoller Herausforderungen. Gleichwohl bietet der Dachausbau entscheidende Möglichkeiten neuen Wohnraum zu schaffen. Allein in Berlin halten die Dachgeschosse 300.000 m² Wohnfläche bereit – und damit ein Umsatzpotenzial für Dachdecker und Zimmerer von ca. 300 Mio. Euro, erläuterte Matthias Röhnert, von der Röhnert Holzhandelsgesellschaft, im ersten Vortrag des Fachtechnischen Tag Berliner Dach. Das Berliner Unternehmen ist aktiver Förderer des nachhaltigen Holzbaus und bietet auch die projektbegleitende Unterstützung in der Holzbauplanung an. „Eine ökologische Bauweise ist nicht nur für einen ausgewählten Kundenkreis machbar, sondern auch für die breite Masse – das zeigt das Objekt Soldiner Straße in Berlin Wedding“, fasst Röhnert zusammen.

 

Positive Eigenschaften erkennen und nutzen

Hier wird auf Initiative des Bauherren, der als Vermieter auch die Themen Wohngesundheit, sommerlicher Hitzeschutz sowie Schallschutz in den Fokus des Dachausbaus rückt, derzeit ein zeitgemäß ökologischer und bauphysikalisch robuster Dachaufbau umgesetzt. Die Bauteilberechnung (WUFI) übernahm der Dämmstoffhersteller GUTEX, dessen Lösungsansatz zu einer praxistauglichen und zugleich budgetorientierten Dachkonstruktion führt. „Während die Steildachsanierung mit ökologischen Dämmstoffen inzwischen zu den Standardkonstruktionen gehört, liegt der Schlüssel zum Erfolg bei flach geneigten Dächern darin, die positiven Eigenschaften verschiedener Dämmstoffprodukte miteinander zu kombinieren: geschäumte oder mineralische Dämmstoffe für den Brandschutz, Holzfasern für Schall- und Hitzeschutz“, stellte Nobert Pauly, Key Account Manager Dachprodukte bei GUTEX, die Systemlösung für das Berliner Dach vor. Dabei wird der Taupunkt aus der Holzfaserebene verlagert, indem diese ausreichend überdämmt wird.

 

GUTEX ging bei der objektspezifischen Berechnung von sehr konservativen Randbedingungen aus. Um das bisher unbelüftete Flachdach an der Soldiner Straße nutzbar zu machen, wird die Dachsanierung mit feuchtevariabler Dampfbremse und ökologischen Holzfaser-Einblasdämmstoffen im Gefach im Zusammenspiel mit einer PIR Dämmung als brandschutzgerechtem Abschluss umgesetzt. Mit diesem unkonventionellen Ansatz kann eine robuste bauphysikalische Sicherheit generiert werden – damit entspricht der Aufbau dem GUTEX Qualitätsanspruch.

 

Entscheidende Bauteilschicht

Bevor im zweiten Teil des Tages die Vorteile der Holzfaser-Einblasdämmung und deren Maschinentechnik x-floc beim Einsatz im urbanen Umfeld und im Hinblick auf Baustellenlogistik und Wirtschaftlichkeit vorgestellt wurden, berichtete Patrick Bruggmann, von der Firma Ampack über eine weitere entscheidende Bauteilschicht im Berliner Dach: die feuchtevariable Dampfbremse. Diese sorgt für das optimale Feuchteverhalten in der gedämmten Konstruktion und unterstützt die notwendige Rücktrocknung etwaiger Feuchte im Dämmstoff und in der Gefachebene. Feuchtevariable Dampfbremsen ändern im Gegensatz zu konventionellen Dampfbremsen ihren Dampfdiffusionswiderstand in Abhängigkeit von der Luftfeuchtigkeit und bieten so ein hohes Bauschadensfreiheitspotenzial.

 

„Das interessierte Fachpublikum sowie das positive Feedback vor Ort zeigen uns einmal mehr, dass spezifische Lösungen für bauphysikalisch anspruchsvolle Konstruktionen, wie die vorgestellte, nach außen diffusionsdichte Flachdachkonstruktion in Holzbauweise ein aktuelles Thema am Markt sind. Derart funktionale und normkonforme Systeme lassen sich auch auf andere Regionen adaptieren und bieten so einen Mehrwert für alle Beteiligten“, resümiert Anwendungstechniker Bruggmann den Fachtechnischen Tag Berliner Dach.

 

Gesellschaftliche Verantwortung

Einen Blick auf das große Ganze warf am Ende der Veranstaltung Pater Dr. Dr. Hermann-Josef Zoche. Als Vertreter des ‚ältesten Unternehmens der Welt‘ referierte Pater Zoche vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel und Mitarbeiterentwicklung zum Thema „Unternehmensethik in Handwerksunternehmen“. Ein spannender Beitrag, der den Tag für alle Gäste perfekt abrundete. Auch für den Nichtfachmann aus Waldkirch „war es eine sehr interessante Veranstaltung mit vielen motivierten Teilnehmern. Sowohl das Engagement der Veranstalter als auch die weiterführenden Fragen der interessierten Teilnehmer haben die Tagung sehr lebendig gemacht. Es fand ein hoher Austausch an Ideen und Erfahrungen statt.“

 

 

GUTEX gilt als Pionier der ökologischen Dämmung in Europa. Das Familienunternehmen mit Sitz in der Nähe des Dreiländerecks Deutschland, Schweiz, Frankreich begann vor mehr als 85 Jahren mit der Produktion von Dämmstoffen aus Holz, das aus dem nahe gelegenen Schwarzwald stammt. Während sich an der Herkunft des Rohstoffes nichts geändert hat, werden die Produkte laufend bauphysikalisch und verarbeitungstechnisch optimiert. GUTEX bietet heute ausgereifte Dämmlösungen für sämtliche Gebäudebereiche. Sie überzeugen durch nachhaltige Qualität, gesundes Raumklima und energetische Effizienz. Das bestätigen auch das anerkannte Wohngesundheits-Gütesiegel natureplus, die Dämmstoff-Zertifizierung ACERMI, das europäische Produktqualitätszeichen KEYMARK sowie die Nachhaltigkeitszertifikate FSC® und PEFC.

 

Bei Rückfragen der Presse:

GUTEX Deutschland                                                mai public relations
Heike Granacher                                                        Julia Wolter
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